Trackday für Quereinsteiger

Samstag 6:00 Uhr früh… Abfahrt richtung Frankreich, im Gepäck natürlich den Corsa.

Nach gut knapp 2 Stunden fahrt und etwas Wartezeit vor der Einfahrt zur Rennstrecke nutzte ich die kurze Pause um ein Foto meines temporären Parkplatzes zu schiessen bevor die Tore geöffnet wurden.

Mitten auf der Strasse 🙂

Nach der Toröffnung und eines etwas hektischen Abladens des Rennwagens konnte es dann auch bald losgehen.
Die Freude wehrte nicht lange da vor der ersten Fahrt bereits eine Lärmmessung durchgeführt wurde und mein doch unauffälliger, kleiner, unwahrscheinlicher Corsa hier bereits mit 102db ins Mikrofon brüllte :-/  😀
Obschon im Kopf schon diverse Lösungen erarbeitet wurden um die Differenz von 2db zu beseitigen um das geforderte Maximum von 100db nicht zu überschreiten, wurde mir die Fahrt nicht verwehrt und ich konnte kurz darauf ohne weitere Messung die Rennstrecke befahren.

Der Morgen verlief soweit sehr unspektakulär abgesehen davon dass mir das Hitzeschutzband vor lauter Rauchentwicklung doch kurz Sorgen bereitete und Gedanken an einen Brand aufkamen. Zudem stellte sich beim ersten starken Bremsmanöver herraus dass die Bremsdruckeinstellung der Hinterachse um einiges zu niedrig war.
Beim Anbremsen auf einen langsame Rechtskurve blockierte die Vorderachse jedoch war kaum Bremswirkung vorhanden. Der Grund hierfür war dass ich aus Vorsichtsgründen nach dem ersetzen der Bremsdruckregler diese aufs absolute minimum reduziert hatte um ein mögliches überbremsen an der Hinterachse zu vermeiden. Wie sich im laufe des Tages herrausstellte ist die Hinterachse sehrwohl in der Lage mehr an Bremsleistung zu liefern, am Schluss des Tages waren die Regler bereits auf ca 70% des Maximaldrucks eingestellt.
Hier ist in Zukunft sicherlich weiteres herrantasten angesagt um die perfekte Balance zu finden.

Nachmittags konnte ich den Wagen und dessen Fahrdynamik definitiv etwas besser kennenlernen, das Vertrauen in die Technik stieg und der Spass nahm stetig zu. Auch die Veränderung der Zündung inkl. der Einstellungen am Mapping machten vor allem ab ca. 6000 touren einen Spürbaren unterschied. Die Einspritzwerte sanken nun mit korrekter Zündung je nach Drehzahl- und Gaspedalbereich um ca. 8-10% wobei ich denke der Auspuff erhält immernoch eine gute Portion der verbleibenden Einspritzmenge und bedankt sich auch gerne mit einer Flamme aus dem Endrohr. 🙂

Je später der Nachmittag desto mutiger der Fahrer, dies gilt für viele und traf definitiv auch auf mich zu. Ein behertzer tritt aufs Gaspedal resultierte zwar in Vortrieb aber manchmal auch in leichtes versetzen an der Hinterachse. Die Neugierde herrauszufinden wie früh es möglich ist Vollgas zu geben stieg stetig an, da auch die Vorderachse jede Bewegung am Lenkrad sofort und ohne Verzögerung umsetzte war die Verlockung ein Übersteuern zu erzwingen sehr gross. Die Erkenntnis in einem übergrossen Gokart zu sitzen und diesen auch so zu bewegen resultierte in einer unsauberen Fahrweise welche aber einen enormen Spassfaktor bot :mrgreen:
Was aber sicherlich nötig sein wird um etwas Ruhe in die Hinterachse zu bekommen ist ein Sperrdifferential, dies wird aber frühstens im nächsten Winter einzug halten.

Eine der Fahrten musste ich frühzeitig kurz unterbrechen da ich, einmal mehr, Probleme mit der Schaltung hatte. Glücklicherweise löste sich nur eine Schraube welche sich in 5 Minuten wieder montieren liess.

Schaltung reparieren auf dem Vorplatz

Auch eine Schlauchschelle einer Kurbelgehäuseentlüftung, welche ich vergessen habe zu fixieren, benötigte noch etwas Aufmerksamkeit. Dies hatte abgesehen von etwas ausgetretenen Öldämpfen aber keine grösseren Auswirkungen.

Im ganzen war dies ein sehr erfolgreicher und lehrreicher Tag welcher aufgezeigt hat wo noch etwas Nachbesserungbedarf besteht. Die nächsten Aufgaben werden weitere Kleinigkeiten und Anpassungen sein. Ölkühler, Verkabelungen, weitere Be- und Entlüftungsmöglichkeiten im Motorbereich und was mir sonst noch einfällt…

Und für die welche den Text gelesen haben hier nun das versprochene Video zum Trackday, für alle anderen welche den Text übersprungen haben natrülich auch 😉

Eine schöne Woche und fahrt vorsichtig… und wenn nicht macht Videos davon 😀

EJ207 Einspritzkennfeld

Wie man im oben Video oben zum Teil unschwer erkennen kann läuft der Motor momentan nicht optimal. Ein tritt auf das Gaspedal hat zur Folge dass der Motor beinahe absäuft bis die Lamdasonde eingreift und die Einspritzung auf einen brauchbaren Wert korrigiert.

Da ich kein Mapping nutze welches in etwa auf den Motor passen würde sah das Einspritzkennfeld bis anhin realtiv flach aus.

Während der jedoch wenigen Metern die ich zurückgelegt habe konnte die Lambdaregelung bereits 4 Werte ausfindig machen welche sicherlich angepasst werden sollten. Wie unschwer zu erkennen lief der Motor definitiv zu mager da die gewünschten Einspritzwerte weit darüber liegen.

Basierend auf diesen wenigen Werten habe ich nun ein einfaches Einspritzmapping erstellt welches den benötigten Kraftstoffmengen sicherlich näher kommt.

Somit sollte der Motor beim nächsten Benutzung sich sicherlich etwas fahrbarer zeigen 🙂

Verstärkung Heckbereich

Zur Zeit ist nicht wirklich viel Spannendes zu berichten jedoch hat sich ein wenig etwas getan.

Die Drehmomentstütze/Domstrebe habe ich um zwei Rohre erweitert.

Den Benzin-Catchtank montiert jedoch noch nicht fertig angeschlossen.

Drehmomentstütze nun verschweisst mit den Domen und dem Überrollkäfig.

Nun fehlt dieser Konstruktion noch die Möglichkeit die Gurte der Sitze zu befestigen dann sollte der
Chassis-Teil dieses Umbaus bald abgeschlossen sein.

Erholsames Wochenende 🙂

Kühlung und Schaltung

Heute musste als erstes die vordere Fahrwerksstrebe den neuen Gegebenheiten angepasst werden.
Da nun kein Auspuff und Getriebe den Weg der Strebe diktieren habe ich diese nun etwas einfacher gestalten können.

Neue Strebe mit zusätzlichen Haltern

Die Strebe ist nun passend der Form derneuen Kühlerrohre welche nun auch montiert sind und
bereits den Grundstein für das zukünkftige Kühlsystem bilden.

Damit die Verrohrung etwas stabilität erhält und nicht gegen das Chassis schlägt habe ich zusätzliche Halter angebracht.

Hinten wurden ebenfalls passende Alurohre und Schläuche angebracht.

Dem Kühlkreisauf wird in nächster Zukunft noch ein Anschluss für den originalen Corsa-Ausgleichsbehälter
folgen und ein passender Schlauch für den Kühlerüberlauf. Danach ist das System bereit zum befüllen.

Eine kleine addition zur Schaltkulisse habe ich ebenfalls getätigt welche eine kleine Umlenkung hervorbrachte.
Die Schaltbetätigung soll später mit Push-Pull-Kabeln zum funktionieren gebracht werden, da diese aber
mehrheitlich schlecht geeignet sind um in engen Winkeln verlegt zu werden, war nun das Ziel die seitliche
Bewegung des Schalthebels in eine Längsbewegung umzuwandeln.

Um dies zu bewerkstelligen habe ich einen kleinen Hebel mir Gelenk am Hebel erstellt.

Dieser betätigt nun vertikal ein kleines Gelenk um die Längsbewegung in Fahrtrichtung zu erzeugen.

Auch dazu habe ich euch ein atemberaubendes Video zur visuellen Unterstützung der mechanischen Kunst einer Schaltkulisse. :mrgreen:

schönes Wochende euch allen!

Trennwand und Achsstummel

Zur abwechslung war ich erneut etwas tüchtig und habe die Trennung zwischen Passagierraum und Motorkompartiment, welche bis anhin aus einem alten Bettlacken bestand, überarbeitet und durch etwas stabileres ersetzt.

Als erstes mussten aber die Sitze weichen um genügend Bewegungsfreiraum im Innenraum zu kreieren.

Danach gestaltete sich der bau eines Gerüsts relativ einfach.

Ein wenig Farbe zur Rostvorbeugung.

Zwei Aluminiumplatten passend zugeschnitten und mit dem Gerüst verschraubt.

Dies gestaltet nun die neue Spritzwand bzw. Feuerschutz.

Ergänzt wird dies später noch durch eine Plexiglasscheibe für den oberen Teil der Abtrennung damit die Sicht nach hinten möglich ist, aber bis dahin ist die Sicht nach hinten noch etwas luftig 😀

Zudem habe ich noch zwei alte Antriebswellen von unnötigem Metal befreit…

…um zwei Achsstummel für die nun antriebslose Vorderachse zu erhalten.

Dies wärs für den Moment wieder, bis ein ander Mal 😀