Momentan blieb mir leider nicht viel Zeit um mich mechanisch um den Corsa zu kümmern, habe mich dafür im Motormapping etwas schlau machen können und einige Veränderungen vorgenommen welche hoffentlich eine Verbesserung herbeiführen.

Bei meinen Recherchen durfte ich feststellen dass ich einen Denkfehler 😳 begangen habe welcher mein Mapping zwar nicht nutzlos macht, mich jedoch dazu zwingt nochmals alle bisherigen Werte neu zu bestimmen. Was ich nun übersehen habe ist folgendes:
Subaru besitzt zur bestimmung des oberen Totpunktes des ersten Zylinders eine Markierung (B) auf dem Kubelwellenritzel sowie eine dazugehörige am Motorblock (A). Nun ist die Markierung am Motorblock jedoch versetzt zur Mitte des Kurbelwellensensors (C).
Da ich nun als Referenz nur die Markierung A und B verwendet habe zur Bestimmung des Winkels zum oberen Totpunkt, habe ich einen Wert von 37° erhalten.

Nachdem ich einige originale Motormapping für originale EJ20/EJ207 studiert habe, durfte ich feststellen dass dieser Wert 3° daneben liegt. Dies bedeutet dass über mein ganzes Mapping die Zündung jeweils 3° zu spät erfolgte.
Zu meinem Glück führt dies mehr zu Leistungsverlust anstatt zu einem Motorschaden durch klopfende Verbrennung, wie es bei zu früher Zündung der Fall wäre.

Hier nun also auf den korrekten Wert von 40° BTDC eingestellt.

Zusätzlich habe ich das Zündkennfeld einer leichten Revision unterzogen um Werte zu prüfen und ggf. anzupassen. Hier haben sich aber nur kleinere Änderungen getan.

Aufgrund meines Totpunkt-Denkfehlers und der Notwendigkeit des neu mappens bot sich auch gleich die möglichkeit das Lambdakennfeld zu optimieren. Das ursprüngliche Lambdakennfeld hatte ich von einem KMS Beispielmapping entnommen und basierend auf einigen einzelnen Infos für den Subarumotor angepasst.

Nachdem ich auf sich bereits im Einsatz befindende Kennfelder zurückgreifen konnte, war es mir möglich das Lambdakennfeld ebenfalls passend für den Boxer zu programmieren.

Hier wird es nun interessant inwiefern sich das bereits Teilweise erstellte Einspritzkennfeld ändern wird. Die Zündzeitspunkt verstellung von 3° nach früh und Lambdakennfaldanpssung werden sich sicherlich bemerkbar machen.

Aus reiner Neugier habe ich per Druckluft die Wastegatedose des APS SR40 Turbo’s geprüft, da ich wissen wollte was der Minimaldruck ist mit welchem ich unterwegs war.
Das Wastegate beginnt mit dem öffnen bei 0.4 – 0.5bar, beginnt sich rapide zu öffnen um etwa 0.9 bar und ist bei 1.1 bar vollständig offen. Dies würde dem originalen Ladedruck eines STi Imprezas entsprechen, was hoffentlich, wenn die Zündung dazu auch stimmt 🙄 , in der originalen Leistung des Motors resultieren sollte.

Für alle welche das Mapping gerne auf eigene Faust erkunden oder aus reiner Neugier mal reinschauen möchten, habe ich es auf der Corsa Website (Signatur) zum Download bereitgestellt.

Schönes Wochende 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.